Samstag, 16. April 2016

[HM '16] Mein erster Halbmarathon

Guten Morgen miteinander! Letztes Wochenende war der Tag, dem ich jetzt schon ein ganzes Jahr entgegen gefiebert habe, endlich da und ich bin meinen ersten Halbmarathon gelaufen!

Mit meinem Bericht möchte ich mal am Vortag anfangen. Da habe ich nämlich noch meine Startunterlagen abgeholt; vieles war in der Stadt schon aufgebaut, was mich ganz hibbelig gemacht hat. Insgesamt kam mir allerdings der ganze Tag total unwirklich vor, so als hätte ich ihn gar nicht richtig bewusst erlebt (ähnlich wie der Tag danach...).
Nunja, ich habe versucht mich bestmöglichst vorzubereiten, also alle Sachen rausgelegt und auch schon mein Frühstück vorgekocht. Ich hab mal wieder Hirsebrei gemacht, der mir leider nicht ganz so gut gelungen ist - evtl., da ich dieses Mal Goldhirse verwendet habe?
Das mir empfohlene Fußbad hab ich in der Aufregung ganz vergessen, dafür aber eine Fußmassage bekommen, die wahrscheinlich einen ähnlichen Effekt hatte ;)


Da ich mir keinen Stress machen wollte, ging der Wecker morgens schon um 6:30. Unter anderem habe ich noch ein kurzes Läufer-Aufwärm-Yoga-Video gemacht und darüber total vergessen, dass ich auch noch ein paar Übungen aus meinem Standard-Aufwärm/Dehn-Programm zusätzlich machen wollte... Um kurz vor 8 ging es dann los Richtung Startbereich, offiziell sollte es um 8:45 losgehen.

Was ich im Nachhinein wirklich blöd fand war die Sache mit dem einchecken. Laut Veranstalter sollte man bis spätestens 8:30 in seiner Box "einchecken" und mir war erst nicht klar, dass damit gemeint war, sich einfach dort hin zu stellen :D Beim ersten Mal kann man das aber wirklich nicht wissen, ein anderer Läufer hat zwischenzeitlich nämlich auch nachgefragt, wo man einchecken soll...
Jedenfalls wollte ich eigentlich noch  zur Toilette, aber die Schlangen waren endlos und ich war ja der Meinung, dass ich rechtzeitig einchecken muss und damit hatte ich direkt schlechte Laune... In der Startbox standen wir dann aber noch ewig und nachdem mir dann aufgefallen ist, dass viele Läufer auch noch später kommen und gehen, konnte ich zum Glück doch noch fix zur Toilette. Damit stand dem Start dann nichts mehr im Weg. Doch selbst danach hat es noch eine Weile gedauert, bis es dann losging.


Schließlich stand ich ja auch in der allerletzten Box, aber vorab hab ich das zeitlich überhaupt nicht einschätzen können. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie das ist, wenn gleichzeitig noch die Marathonläufer starten, in Bonn ist das zum Glück nacheinander.
Kurz vor dem Start bin ich dann etwas durchgedreht und habe richtig gezittert (obwohl mir nicht kalt war), das war ein ziemliches Gefühlsdurcheinander...

Dann, um ca. 9:15, war es endlich soweit. Ich bin am Anfang von gefühlt allen anderen überholt worden, hab mich aber gut gefühlt und sehr auf den Lauf gefreut.
Die ersten 5-10 Kilometer liefen sehr gut; die Zeit verging schnell und ich hatte ein recht kontinuierliches Tempo. Meine Zwischenzeit war dann 1:10:40. Die Zuschauer waren natürlich auch der Wahnsinn - aber das auf der ganzen Strecke! Darüber könnte ich wohl einen gesamten eigenen Post schreiben...
Ich hatte mich übrigens dazu entschieden, mit einer kleinen Flasche zu laufen und dadurch haben mich die ganzen Trinkstände total kalt gelassen. Ich hatte das Gefühl, dadurch konnte ich mich noch etwas besser "konzentrieren", da ich wirklich dann getrunken habe, wann ich wollte.


Lediglich mein Magen hat mir ein wenig Probleme bereitet... Obwohl er das nicht war, hat er sich relativ leer angefühlt und gleichzeitig war mir durchgehend ein bisschen schlecht. Wirklich nur leicht, also auszuhalten, aber ich wusste immer nicht, ob ich besser mehr essen sollte oder nicht. Bei den Bananen hab ich mich letztendlich fast jedes Mal bedient, da ich mir fast sicher war, dass das Gefühl auch nicht weggeht, wenn ich nichts esse.

Ich muss sagen, so ab Kilometer 11-12 hab ich dann schon meine Beine leicht gemerkt und, dass ich etwas langsamer wurde. Schon da wurde mir klar, dass ich es nicht ohne Gehpausen schaffen würde, aber irgendwie war das plötzlich auch nicht mehr so schlimm.
Allerdings ist es etwas tricky, wenn man erst einmal damit angefangen hat... Die erste habe ich dann so bei Kilometer 13-14 gemacht. Und dann fing so langsam der Kampf an. Auf der Karte unten könnt ihr sehen, dass das auf dem Weg zum zweiten Wendepunkt war. Ich war heilfroh, als ich den erreicht habe, denn dieses Stück hat sich doch sehr gezogen. Kurz danach kamen auf der Gegenseite auch schon die ersten Marathonläufer angerast :D


Jedenfalls wurden die Stücke, die ich zusammenhängend gelaufen bin, immer kürzer. Ich musste mich echt zusammenreißen, aber meine Beine haben einfach ständig nach Pausen geschrien -.- Im Kopf habe ich mir immer so was gesagt wie "noch bis zu der Brücke/dem Schild läufst du, und dann wieder ab Markierung xy" und das hat dann bis zum Schluss ganz gut geklappt. Leider ging es nämlich dann wirklich bis zum Ende so. Selbst auf dem letzten Kilometer bin ich noch mal kurz gegangen. Das wollte ich eigentlich nicht, aber meine Befürchtung, den Zieleinlauf sonst nicht (laufend) zu schaffen, war größer.
Schon ab Kilometer 17/18 ungefähr war mir klar, dass ich meine Wunschzeit vergessen kann, wenn ich jetzt nicht weiter durchlaufe (selbst da hätte ich mich beeilen müssen!), aber meine Beine haben einfach nein gesagt. Und so war es mir definitiv lieber, als mich im Schneckentempo gequält laufend voran zu kämpfen.

Übrigens fand ich das Wetter optimal! Kein Regen, zunächst bewölkt, dann kam die Sonne raus, aber es war während dem Lauf auch nicht zu heiß. Dafür war es aber im Anschluss schön sonnig, so dass man den Nachmittag noch gut draußen ausklingen lassen konnte.
Witzigerweise genau wie letztes Jahr; ich erinnere mich noch genau daran, was für ein schöner Tag das war!


Kurz vor dem Ziel standen dann noch meine Eltern, die extra für den Tag her gefahren waren. Darüber hab ich mich sehr gefreut und nach einem kurzen Stück, auf dem ich versucht habe, noch mal Gas zu geben - wahrscheinlich war das noch langsam im Vergleich zum Anfang :D - hatte ich es dann mit einer Nettozeit von 2:32:46 ins Ziel geschafft :)

Letztendlich könnte man theoretisch sagen, dass ich keins meiner Ziele erreicht habe, aber erstaunlicherweise ist mir das sowas von egal :D Wenigstens die 2:30 hätte ich schon sehr gerne geschafft, aber ich bin auch so extrem stolz auf meine Leistung. Allein, dass ich die ganzen 12 Wochen über nicht aufgegeben habe und dann angetreten bin, ist ein voller Erfolg für mich!
Ich bin immer noch der Ansicht, dass ich eigentlich kein "Läufertyp" bin; es liegt mir nicht so sonderlich, aber ich mache es trotzdem. Einfach weil ich WILL! Und genau so WOLLTE ich unbedingt diesen Halbmarathon laufen - ob ich jetzt eine gute Figur dabei mache oder nicht. Ich will mir nicht den Spaß an einer Sache vermiesen lassen, nur weil ich es nicht so gut kann wie irgendjemand anders.

Nach dem Lauf  habe ich dann erst mal alle Leute schön verschwitzt gedrückt, so halbwegs angefangen zu weinen, dann ein Eis gegessen (mein erstes für dieses Jahr) und es so richtig genossen ♥
Das Verpflegungsdorf habe ich hingegen viel zu wenig ausgenutzt. Ich hatte erst mal gar keinen großen Appetit, aber ich wollte meine Begleiter ja auch nicht ewig lang allein lassen. Bei dem Angebot war echt für jeden was dabei, bei mir kam der Hunger dann allerdings erst am Abend.


Fast geschockt war ich davon, wie "gut" es meinen Beinen NACH dem Lauf ging. Ich dachte erst "wenn ich mich jetzt hinsetze, komme ich nicht mehr hoch", aber das war wirklich gar nicht der Fall. Erst abends und v.a. am nächsten Tag hat es mich dann erwischt. Einen schönen Gang hatte ich da sicherlich nicht :D Aber selbst das hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Nach zwei Tagen bin ich sogar schon ein bisschen Fahrrad gefahren - mehr aus der Not heraus, aber es ging immerhin!
Glücklicherweise bin ich vollkommen schmerzfrei durch den Lauf gekommen!!! Die Tage danach hat mir das eine Knie ein wenig weh getan, aber nicht so wie ich das sonst schon beim Laufen hatte, sondern mehr im inneren Bereich. Solche Schmerzen hatte ich schon mal, wenn ich mir nachts das Bein/Knie irgendwie verdreht hatte, die haben aber nie lange angehalten.

Wenn ich mir auf manchen Bildern meine Beine ansehe, wundert mich das aber gar nicht. Da frage ich mich eher, wie ich da überhaupt ein paar Kilometer laufen kann, ohne über die eigenen Beine zu stolpern. Dabei versuche ich immer darauf zu achten, aber man selbst merkt sowas ja meistens nicht und im letzten Jahr ist es wohl kein Stück besser geworden... Es ist mir fast ein bisschen peinlich, wie komisch ich anscheinend laufe. Beim Hinsehen verknoten sich mir da ja schon die Beine:


Aber ein bisschen Unterhaltung darf hier ja auch nicht fehlen ;) Da kann man auch förmlich schon sehen, wo sich meine Schuhe als allererstes abnutzen...

Damit endet das Projekt HM 2016; stellt sich noch die Frage wie geht es jetzt weiter?
Für mich war das eigentlich (!) von Anfang an ein einmalige Sache. Mir war klar, dass das so eine Sache ist, die ich gern mal gemacht haben will, aber das wars dann auch. Wie gesagt, ich bin nicht unbedingt fürs Laufen gemacht. Und habe auch ehrlich gesagt auch nicht diese typische Läufer-Laufleidenschaft; dafür mag ich zu viele andere Sportarten zu gerne. Ich war mir sogar sicher, dass ich jetzt überhaupt das Laufen sehr zurückschrauben werde und mich erstmal diesen anderen Sachen mehr widmen will. Und selbst abends nach dem HM war ich noch genau der selben Ansicht.Ich weiß nicht, was es war, aber am nächsten Tag bin ich dann doch ins Grübeln gekommen. Auch wenn es mir ganz und gar nicht leicht gefallen ist, fand ich den Tag grandios und irgendwo in mir steckt wahrscheinlich auch der Ehrgeiz, es beim nächsten Mal besser zu machen. Andererseits muss ich zugeben, dass mir die ganze Vorbereitung (körperlich, mental, zeitlich,..) schon einiges abverlangt hat und ich weiß nicht, ob ich das noch mal "durchmachen" will. Es wird schließlich nie wieder DEN ERSTEN Halbmarathon geben. Ich kann mir gut vorstellen, dass es beim zweiten Mal eine ganz andere Erfahrung ist.
Mittlerweile bin ich noch sehr unentschlossen. Auch was das Laufen generell angeht. Eigentlich will ich meine hart erarbeitete Ausdauer jetzt auch nicht so schnell wieder verlieren. Diese Woche war ich aber jedenfalls noch nicht wieder laufen, was aber auch daran liegt, dass ich meinem Knie ein Päuschen gönnen wollte. Also mal schauen, wann es wieder so weit ist... Ich lasse mir das jetzt mal offen. Ausschließen möchte ich es mittlerweile auf keinen Fall, dass ich noch mal einen HM laufen werde, lediglich die volle Marathondistanz kommt für mich nicht in Frage.

Ich hoffe, ich habe nichts vergessen... Der Bericht war jetzt mal wieder sehr ausführlich, aber für mich war es ja auch definitiv ein sehr besonderer, aufregender und soweit einzigartiger Tag! Demnächst wird es hier dann wieder vermehrt Beiträge zu anderen Themen geben. Gerne könnt ihr mir auch eure Vorschläge/ Wünsche in die Kommentare schreiben.

NACHTRAG: Natürlich habe ich doch was vergessen ;) Schließlich wollte ich noch meine HM-Playlist mit euch teilen. Die Musik hatte ich nur leise an und ehrlich gesagt hab ich auf der Strecke anders als sonst beim Laufen auch gedanklich kaum was davon mitbekommen. An manchen Stellen hat es mir trotzdem ganz gut weitergeholfen und witzigerweise war mein Zieleinlauf dann tatsächlich beim letzten Lied - wobei der Text hier eher nicht so passend ist :D

Damit verabschiede ich mich ins Wochenende :) Liebe Grüße

Kommentare:

  1. Woooowww, wie super!! Das hast du sooo toll gemacht und dein Bericht ist wirklich schön geschrieben. Herzlichen Glückwunsch zu deinen 1. Halbmarathon :-)))

    Ich finde deine Einstellung zum Laufen und zu Wettkämpfe einfach nur toll. Du schreibst, dass du kein Läufertyp bist, aber du es willst. Genau dieser Satz zeigt einfach sehr, dass man die Freude am Laufen bzw. am Sport an sich nicht verlieren darf. Mittlerweile liest man ja nur überall im Netz wie viele Blogger, Instagramer, etc. den nächsten Rekorden nachjagen...irgendwann hört sich der Spaß ja dabei auf.

    Ich verstehe dich total wenn du meinst, dass das Training mental und körperlich sehr anstrengend war, und es ist ganz klar dass man davon erstmal eine Pause braucht. Aber du kannst wirklich sehr stolz auf dich sein, auf deine Leistung beim HM und auf deine Disziplin und Ausdauer beim Training. DAs alles ist kein Zuckerschlecken und verlangt schon sehr viel Kraft und Energie.

    Ich hoffe deinem Knie geht es schnell wieder besser und du kannst bald wieder in die Laufschuhe schlüpfen :-)) Alles Liebe!

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    1. Danke danke danke!!! Freut mich total, dass es noch andere Leute gibt, die diese Einstellung teilen. Mein Knie ist soweit wieder fit, bloß die Laufschuhe hab ich bisher noch nicht wieder getragen ... ;) Liebe Grüße

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  2. Huuhuuu :)

    oh das liest sich einfach suuuper! Da kannst du echt sooo stolz auf dich sein :) mir ging es übrigens auch so, ich war NIE der Läufertyp. Hab mich dafür einfach nicht motivieren können. Bin dann durch die Anmeldung zum Tough Mudder zum Laufen gekommen und schwupp war ich am selben Punkt wie du. Ich bin meinen ersten Halbmarathon gelaufen. Wenn man sich das mal überlegt. Erst hat man mit Laufen gar nichts am Hut und ist nicht der Typ dazu und dann läuft man immer mal wieder und auf einmal weckt es so einen Ehrgeiz 21 km zu laufen :D Ich habe vorher auch immer gesagt, dass ich 21 km NIE Laufen werde... Das war mir alles zu krass... Tjoa so kanns gehen.
    Und wie du hatte ich nach meinem ersten HM auch nicht wirklich Lust weiter zu laufen und hab das Laufen erstmal hinten angestellt. Ich bin dann immer mal wieder nach Lust und Laune los. Ganz langsam ohne Tracking einfach nur damit man bisschen drin bleibt. Bis ich dann eben wieder den Entschluss gefasst habe auch den zweiten HM anzugehen. Ich würde nun nicht mehr leichtfertig sagen dei Marathondistanz kommt nicht in Frage :D ich könnte mich ja wieder täuschen *g* Ne Marathon ist schon ne echt extreme Sache. Aber ja wer weiß was alles kommt *lach*

    Ich sehe es daher wie du. Bei mir steht der HM nun am 30.4. an und danach werde ich meine Beinchen vom Laufen auch wieder ausruhen und wieder mehr andere Sprotarten angreifen. Ich kann das nicht so nachvollziehen wie andere wirklich das ganze Jahr über immer nur Laufen können :D ich mach wie du dafür viel zu gerne auch anderen Sport und sehe Laufen eher als eine gute Ergänzung. Die 12 Wochen Training haben auch mir eeeeiniges abverlangt und das muss dann auch mal wieder gut sein. Ich mag auch kein Runtastic mehr und ständig das Gefühl zu haben einer Zeit hinterherzujagen.

    Aber ich weiß auch, nächstes Jahr steh ich wohl wieder an einem Punkt wo ich mir überlege zu welchen Lauf ich mich diesmal anmelden werde :D

    Ich freu mich auf jeden Fall sehr, dass du so fleißig darüber gebloggt hast und wir so hautnah dabei sein durften. Mir hats sehr gefallen. Und ich bin sehr begeistert wie du das geschafft hast. Wie du dich durchgekämpft hast sowohl durch den Lauf als auch durch das Training.

    Viele liebe Grüße :)

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    1. Oh mein Gott, das ist so lieb von dir! Vielen lieben Dank für deinen langen Kommentar, hab mich sehr gefreut!!!
      Da sagst du was, ich konnte früher keinen einzigen Kilometer durch laufen (in der Schule war ich schon beim 800m-Lauf immer unter den letzten..) und hätte es nie für möglich gehalten. Aber ein Tough Mudder ist ja sicherlich noch mal viel anstrengender :-O
      Du hast eigentlich Recht; man weiß nie, was die Zukunft bringt. Also wer weiß, zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich es aber nicht kommen (Marathon).

      Ui, dann ist dein Wettkampf ja auch schon bald. Ich wünsche dir vorab schon mal alles Gute dafür :) Das mit runtastic kann ich auch total verstehen. Bei mir war es auch so, dass ich erst dachte, dass ich mich wenigsten bei den langen Läufen davon gar nicht beirren lasse und nur darauf achte, so lange durchzuhalten. Aber letztendlich kommt von irgendwo dann doch ein gewisser Druck und es ist einem nicht 100%ig egal.

      Schön zu hören, dass dir meine Beiträge zum HM gefallen haben. Ich bin echt geplättet von dem ganzen Lob :)
      Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen für deinen nächsten HM! Und ich folge dir jetzt über GFC, dann verpasse ich auch nichts mehr. Passiert mir leider viel zu oft dass ich in Blogs zwar ab und zu reinschaue, aber vergesse ein Abo da zu lassen... Liebe Grüße zurück an dich :)

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  3. hallo, ich bin zufällig über deinen blogpost gestolpert und möchte dir erst einmal ein kompliment für deinen willen aussprechen, einen halbmarathon zu laufen. das ist schon mal aller ehren wert! aber da du zweifelst, ob es sich jemals wieder so gut anfühlen kann, lass dir eines gesagt sein: der gleiche ehrgeiz, der dich angetrieben hat diesen hm zu laufen, der will dich auch dazu bringen, deine angepeilte zeit zu erreichen und dann zu unterbieten und dann weiter zu unterbieten usw.

    es stimmt übrigens nicht, dass manche menschen nicht zum laufen gemacht sind. sie haben es allenfalls verlernt. es liest sich für mich vielmehr so, als hättest du dir viel zu viele gedanken gemacht. es gibt wirklich nur ganz, ganz wenige dinge, die du vor und während eines solchen laufs beachten must. trinken gehört nicht dazu. es gibt leute, die laufen marathons, ohne einen einzigen schluck zu trinken. man sollte wirklich nur dann trinken, wenn man auch durst hat, alles andere ist völliger unsinn. es würde mich nicht wundern, wenn dein unwohlsein zum teil auch damit zusammenhing. gleiches gilt für das essen. warum essen, wenn du keinen hunger verspürst? das hat auf einer solchen distanz keinen positiven effekt. bis dein körper überhaupt angefangen hat, die bananen zu verdauen, bist du längst im ziel.

    deine beinhaltung schaut übrigens wirklich etwas lustig aus. aber allein mit einer besseren technik, könntest du schon ordentlich zeit rausholen. wenn ich dir einen rat geben darf, versuche nicht mit der ferse, sondern mit dem fußballen aufzusetzen. dein körper sollte eine gerade linie bilden und deine füße stets unter dem körperschwerpunkt, also direkt unter der hüfte, aufsetzen. niemals vor dem körperschwerpunkt, denn dann landest du zwangsläufig auf der ferse. lieber schnelle kurze schritte machen, als wenige raumgreifende. eine hohe schrittfrequenz ist deutlich effektiver und gesünder.

    um das zu üben, kannst du z. b. kleine sprintintervalle in deine läufe miteinbauen. das sprinten verbessert nämlich deine lauftechnik. dann schlackern die beine beim ausholen auch nicht mehr so unmotiviert durch die gegend. :P und was den zeitaspekt betrifft, auch hier gibt es sehr effektive trainingsmethoden. google z.b. mal nach der 30-20-10-methode. da bist du in 30 min. mit einem hocheffizienten training durch.

    es war bestimmt nicht deine letzte teilnahme an einem volkslauf. und es müssen auch nicht immer gleich 21 kilometer sein. hauptsache ist, dran zu bleiben! ;-)

    sportliche grüße

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    1. Hallo Sascha und vielen Dank für dein Feedback!

      Ich bin mal gespannt, ob/wann ich mich noch einmal dazu entscheiden werde, einen Halbmarathon zu lassen. Das "nicht zum laufen gemacht" war aber von meiner Seite aus keinesfalls irgendwie wissenschaftlich gemeint, es ist einfach mein persönlicher Eindruck. Damit meinte ich vielmehr, dass es mir nicht sonderlich liegt. So wie manche Menschen musikalisch oder kreativ sind oder sich Sachen gut merken können und andere eben weniger.
      Es kann sehr gut sein, dass ich mir zu viele Gedanken gemacht habe! Ich glaube allerdings das trinken war beim HM nicht mein Problem, da ich immer nur wenn ich Durst hatte kleine Schlücke getrunken habe. Deshalb fand ich es ja gerade so gut, mit eigener Flasche zu laufen. Mit dem Essen sieht es anders aus. Aber da war ich wie gesagt nicht sicher, ob ich nun Hunger habe oder nicht. Nach den ersten paar Bananenstücken ist es dann nicht besser geworden und dann hab ich auch an den nächsten Stationen darauf verzichtet. Das sind alles Dinge, die ich jetzt für weitere Läufe mitnehmen kann!

      Das mit der Technik werde ich in Zukunft mal ausprobieren. Ich finde es nur sehr schwierig, das letztendlich zu überprüfen, da ich wirklich immer erst durch solche Fotos mitkriege, wie ich tatsächlich laufe. Es fühlt sich eigentlich gar nicht "schlackernd" an ;)

      Danke nochmal für deine ganzen Tipps & liebe Grüße zurück

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